CSPnews 2/2017

EDITORIAL

Mit neuer Kraft voraus!

Warum der CSP-Führungswechsel gerade in erfolgreichen Zeiten Sinn macht.

Liebe Leserinnen und Leser

Die CSP hat diesen Sommer das Führungsteam erneuert und auf drei Personen erweitert. In erfolgreichen Zeiten mutet dieser Schritt für einige wohl ungewöhnlich an. So gilt allgemein eher die Regel: Never change a winning Team. Doch ist das wirklich so? Im Geschäftsleben kann man immer wieder beobachten, dass Management-Teams durch mangelnde Agilität ein Erstarren des Unternehmens riskieren. Sie verhindern damit unbewusst, dass sich eine Organisation dem ständig wandelnden Markt anpassen kann. Diese Agilität, also die Eigenschaft oder Eignung, sensibel und zeitnah aufgrund äusserer Einflüsse und neuer Möglichkeiten zu agieren und nicht nur zu reagieren, ist jedoch eine Grundvoraussetzung für den geschäftlichen Erfolg.

Die Fähigkeit und der Mut, Strukturen und Führung auch ohne wirtschaftlichen Druck konstant zu überprüfen, hinterfragen und falls nötig umzuorganisieren, gehören zu den Kernkompetenzen jedes erfolgreichen Unternehmens. Und nicht zuletzt bringen organisatorische Änderungen immer neuen Schwung. Organisationsentwicklung und Change Management sollten deshalb in resilienten Unternehmen fixe Bestandteile sein. Es sind langfristige Investitionen in die sozialen und organisatorischen Prozesse. Deshalb werden wir uns auch zukünftig für sie ändern, auch wenn diese Änderungen manchmal Mut brauchen. Und so freuen wir uns auch schon auf einen weiteren grossen Schritt, die Expansion der CSP nach Zürich – näher zu unseren Kunden und potentiellen Mitarbeitenden! 

In diesem Sinne schliesse ich mein erstes Editorial mit einem Zitat von Charles Darwin, das in der heutigen schnelllebigen Zeit mehr denn je Gültigkeit besitzt:

„Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel.“

Und diesen Wandel unterstützen wir von der CSP seit bald 20 Jahren mit unseren kompetenten und erfahrenen Mitarbeitenden - und werden es auch in Zukunft tun.

Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit!

Beste Grüsse


Ihre Michèle Mégroz,
Vorsitzende der Geschäftsleitung 

PROJEKTE

Von der Digitalisierungsstrategie zu Agilität

Ein Grundstein für den Erfolg von Digitalisierungsvorhaben ist eine gemeinsame Vision und Strategie. Diese wiederum bestimmen die Umsetzungsprioritäten von Digitalisierungsvorhaben im Rahmen eines bestehenden Projektportfolios. Die Digitalisierung ist nicht ein einmaliger Innovationsschub. Sie muss geführt werden und verlangt in den meisten Fällen ein Überdenken von bestehenden Führungs- und Aufgabenverteilungen. Agile Organisationen passen optimal auf die Idee der Digitalisierung.

Wie aber kann eine vermeintlich starre Linienorganisation durch Digitalisierung „agilisiert“ werden? Wo fängt man mit der Zukunftsausrichtung – verbunden mit einem angestrebten Kulturwandel – organisatorisch an? Diese Frage stellte sich das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern (SVSA BE), wo die Digitalisierungsstrategie und -Roadmap die Flexibilisierung der Organisation ins Zentrum der künftigen Digitalisierungsvorhaben rückte.

Eine laufende Reorganisation der bestehenden IT-Organisation im Kanton Bern sowie anstehende Pensionierungen waren im SVSA BE Anlass, die Aufgaben des bestehenden ICT-Teams im Licht der Digitalisierung neu zu gestalten. Dazu wurde ein Modell verwendet, das auf ein umfassendes und zukunftsfähiges IT-Business-Alignment abzielt. Anhand dieses sogenannten „Demand Supply Governance Frameworks“ wurden vorhandene und künftig notwendige Kompetenzen neu definiert. 

Schliesslich wurde eine neue Teamstruktur festgelegt, innerhalb welcher in den nächsten Monaten und Jahren im Sinne von „Pilot-Teams“ agile Organisationsprinzipien entwickelt und gelebt werden.

Die CSP durfte das SVSA BE von der Erarbeitung der Digitalisierungsstrategie bis hin zur Festlegung neuer Kompetenzprofile für eine agile Organisation unterstützen.  

Ist Digitalisierung auch in Ihrer Organisation ein Thema? Dann wenden Sie sich für Unterstützung an Lukas Bieri.   

Ist die Schweiz fit für das elektronische Patientendossier?

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG), IHE Suisse und „eHealth Suisse“ führten vom 25. bis 29. September 2017 in Köniz bei Bern den EPD-Projectathon durch. 16 Software-Firmen, die zentralen Abfragedienste (BIT) und die zentrale Ausgleichstelle (ZAS) nahmen daran teil. Sie testeten untereinander ihre Produkte auf Funktionsfähigkeit gegen die EPD-Referenzumgebung. So können sich die Beteiligten auf den Praxiseinsatz und das dazu nötige Zertifikat für das elektronische Patientendossier vorbereiten. Die CSP war am EPD Projectathon als „Monitor“ beteiligt. „Monitore“ überwachen technische Anforderungen und koordinieren die einzelnen Testszenarien. Als Resultat wurde jeder Test durch den Monitor beurteilt und freigegeben. Typische Testszenarien am EPD Projectathon waren:

  • Identifikation eines Health Professionals und Prüfung, inwiefern der Patient die Einwilligung dieser Fachperson für die Einsicht in sein elektronisches Patientendossier erteilt hat
  • Transferierung eines Dokumentes aus einer Patientenbehandlung in das elektronische Patientendossier
  • Abrufen von Behandlungsinformationen durch eine digital identifizierte Fachperson

Stellen Sie sich vor: Ein mit Laptops und PCs vollgepackter Raum mit knapp 100 engagiert arbeitenden Health-IT-Profis. Gleich zu Beginn des EPD Projectathons wurde allen die Komplexität der geforderten Funktionalitäten sehr bewusst. Insbesondere die umfangreichen Sicherheitsanforderungen gegen einen missbräuchlichen Zugriff waren eine grosse Herausforderung. So konnten vollständige Szenarien erst ab Mitte Woche durchgehend getestet werden. Scheinbar ist die Schweiz das erste Land, das so umfassende Sicherheitsmassnahmen im Kontext eines elektronischen Patientendossiers einführt.  

Trotz dieser Komplexität konnten im Verlauf der Woche die vollständigen Probeszenarien getestet werden. Dank der konstruktiven und motivierenden Zusammenarbeit aller Beteiligten konnte gezeigt werden, dass eine praktische Umsetzung möglich ist. Gleichzeitig wurden auch einige offene Punkte in den IT-Systemen, in der Referenzumgebung und in den Spezifikationen des BAG aufgedeckt. Ohne EPD Projectathon wären diese Herausforderungen erst in den einzelnen EPD-Projekten der Stammgemeinschaften aufgedeckt worden.

Fazit: Es ist noch viel zu tun, aber der EPD Projectathon hat gezeigt, dass das elektronische Patientendossier in die Praxis umgesetzt werden kann. 

Sie interessieren sich für das elektronische Patientendossier und wie dieses in Ihrer Organisation eingeführt werden könnte? Dann nehmen Sie mit Christoph Knöpfel Kontakt auf.  

Operation am offenen Herzen in einer Blaulicht-Organisation

Die Kantonspolizei St. Gallen stand in diesem Jahr vor einer ganz besonderen Herausforderung. Bis Ende September 2017 mussten die 9 Jahre alten Haupt-Komponenten in ihrem Netzwerk ersetzt werden. Bei einer solchen Migration ist nicht zu verhindern, dass sämtliche Fachapplikationen während mehreren Stunden nicht verfügbar sind. Für die KAPO SG als Blaulichtorganisation, die 24/7 arbeitet und erreichbar sein muss, ist dies eine gewaltige Herausforderung. So waren vom geplanten Ausfall insbesondere die Kommandozentrale KNZ, die Polizisten im Dienst sowie die Mandanten Stadtpolizei SG, KAPO AR und AI betroffen. Dies setzt eine generalstabsmässige Planung voraus. Die CSP hat sich dieser Herausforderung angenommen. 

Zusammen mit der KNZ und den weiteren Mandanten wurden in einem ersten Schritt die Risiken und Auswirkungen der Migration auf deren Betrieb beurteilt sowie kompensierende Massnahmen definiert. Der Migrationstermin wurde auf die Nachtstunden (22.30 – 03.30 Uhr) eines Werktages gelegt.

Die IT-Spezialisten der KAPO haben mit ihren Partnerfirmen eine Staging (Test-) Umgebung mit den neuen Komponenten aufgebaut und intensiv getestet. Parallel wurde mit der CSP Projektleitung eine minutiöse Planung der Migration erarbeitet. Es galt, die vielen Abhängigkeiten zwischen Fachapplikationen, Server und Netzwerk zu eruieren, Tests zu definieren und benötigte Spezialisten vor Ort und auf Pikett einzuplanen. Daraus resultierte ein detailliertes Drehbuch der Migration mit rund 100 Aktivitäten. 

Nun konnte die „Operation“ mit 27 beteiligten Personen an 5 verschiedenen Standorten endlich beginnen.  

Pünktlich um 22.30 Uhr wurde mit dem Drehbuch (siehe Grafik) als Steuerungsinstrument sowie einer Skype-Konferenz als zentrales Kommunikationsmittel gestartet. Jede Aktivität des Drehbuchs wurde im Skype-Chat quittiert und Kontrollpunkte (Meilensteine) von der Projektleitung freigegeben. Zwecks Problemlösung konnten sich die Beteiligten jederzeit via Skype-Konferenz abstimmen.

Kurz vor 4 Uhr konnten sämtliche Fachapplikationen freigegeben werden und um 6 Uhr waren auch die letzten offenen Punkte gelöst.

Die Operation war geglückt! Im nachfolgenden Tagesbetrieb traten keinerlei Komplikationen auf.

Diese erfolgreich durchgeführte Migration zeigt deutlich, dass sich die detaillierte, aufwendige Planung und Vorbereitung gelohnt haben. Die Erkenntnisse der Vorarbeiten haben die vorhandene Notfallplanung perfekt ergänzt. Auch die Kommunikation während der Migration mit Skype (Chat und Konferenz) hat sich bestens bewährt. Bei aller Planung zeigt sich, dass eine Reserve im Zeitplan immer von Vorteil ist und wenn möglich eingeräumt werden sollte. Abschliessend kann gesagt werden, dass das Projekt ein voller Erfolg war und, dank hervorragender Mitarbeit von allen Beteiligten, reibungslos abgelaufen ist. 

Planen auch Sie komplexe Migrationsprojekte oder eine Software-Ablösung? Dann nehmen Sie mit Thomas Manser Kontakt auf.  

Wenn Digitalisierung mehr sein soll als ein Modewort

Digitalisierung ist DAS Buzzword der Stunde. Kaum eine strategische Diskussion kann ohne den Begriff Digitalisierung geführt werden. Dies gilt auch für die öffentliche Verwaltung. Im Schnittpunkt zwischen Verwaltung, Einwohner und Unternehmen sind die zukünftigen Herausforderungen besonders gross. Daher ist es wichtig, hier eine langfristige strategische Diskussion zu führen und nicht in einen Aktionismus zu verfallen, der nur eine schnelle und unkoordinierte Aussensicht bedient. 

Die Stadt Zug hat sich das zu Herzen genommen und zusammen mit der CSP eine Digitalisierungsstrategie erarbeitet. Dabei wurde ein pragmatischer Weg gewählt. In einer ersten Analyse wurden der Status quo und die Anforderungen verschiedener Benutzergruppen aufgenommen. Diese Analyse bildete schliesslich die Basis für einen ganztägigen Workshop mit dem Stadtrat. An diesem intensiven und spannenden Tag wurden die einzelnen strategischen Stossrichtungen der Digitalisierungsstrategie der Stadt Zug erarbeitet. Die nachvollziehbare Methodik, die dabei zum Zuge kam, stellte den konkreten Nutzen für die Stadtverwaltung ins Zentrum.

Die CSP Methodik geht davon aus, dass sämtliche Digitalisierungsmassnahmen auf eine konkrete Vision ausgerichtet werden. Davon werden Stossrichtungen und Handlungsfelder abgeleitet, die in Zukunft einer konkreten Ausrichtung bedürfen. Daraus abgeleitete konkrete Ziele werden sodann in folgende Gruppen unterteilt: 

  • Customer Experience 
  • Produkt Innovation  
  • Prozess Digitalisierung 
  • Technologie
  • Organisation und Struktur 

Bei der Erarbeitung der konkreten Massnahmen wurde darauf geachtet, nicht einfach einen bestehenden Prozess 1-zu-1 zu digitalisieren, sondern eine gesamtheitliche Betrachtungsweise einzunehmen. Zum Abschluss wurden die effektiven Massnahmen priorisiert und in einer Roadmap zur konkreten Umsetzung zusammengeführt.

Diese pragmatische und nutzenorientierte Methodik hat es erlaubt, dass der Zuger Stadtrat nun eine klare strategische Ausrichtung für zukünftige Fragestellungen der Digitalisierung zur Hand hat und wichtige Massnahmen auf Basis eines gemeinsam definierten Fundaments treffen kann. 

Möchten auch Sie eine anwendungsbezogene Digitalisierungsstrategie angehen? Roger Künzli steht Ihnen gerne für Fragen oder eine vertiefte Diskussion zur Verfügung.  

Der erste KIS-Praxistag der CSP war ein voller Erfolg

Am 1. KIS-Praxistag der Schweiz hat die CSP die geballte KIS-Kompetenz der Deutschschweiz vereint.  

Am Donnerstag, 30.11.2017 fand erstmals der CSP Event KIS-Praxistag statt. 6 Anbieter von Klinikinformationssystemen stellten sich der Herausforderung, die Funktionalität von verschiedenen KIS-Produkten anhand von klar definierten Business-Anwendungsfällen vergleichbar darzustellen. Das Spektrum der rund 70 Teilnehmenden reichte von  Projektmitarbeitenden verschiedener Spitäler über KIS-Berater bis hin zu Entscheidungsträgern und Studierenden. Während mehreren Präsentationsrunden wurden die verschiedenen Systeme auf Herz und Nieren geprüft und bewertet. Dazwischen hielten die Studierenden der Berner Fachhochschule spannende Impulsreferate zu neuen Entwicklungen im Bereich eHealth. Zum Abschluss des intensiven Tages fand eine Podiumsdiskussion über die Zusammenarbeit von Kunden und Lieferanten zur Verbesserung der bestehenden KIS-Lösungen statt. Bei einem gemütlichen Apéro wurde anschliessend rege weiterdiskutiert und Erfahrungen ausgetauscht. 

Vielen Dank an alle Teilnehmenden, KIS-Anbieter und CSPler für diese erfolgreiche Premiere!

INTERNA

CSP eröffnet eine neue Niederlassung in Zürich

Um näher bei den Kunden zu sein, expandieren wir nach Zürich und haben den optimalen Niederlassungsleiter intern gefunden. 

Bereits Anfang April 2018 startet der Aufbau der neuen Niederlassung unter der fachkundigen Leitung von Christoph Knöpfel, Senior Berater / Projektleiter bei der CSP. Als Ingenieur und Master of Advanced Studies in Medical Informatics Management, bringt er wertvolles Knowhow für seine neue Aufgabe mit. Neben St. Gallen und Bern wird Zürich bereits der dritte Standort der CSP in der Schweiz.

Dank der neuen Niederlassung sind wir noch näher bei Kunden und potentiellen neuen Mitarbeitenden. Wir freuen uns, unsere Präsenz schweizweit weiter zu stärken.  

Die CSP Geschäftsleitung hat sich neu formiert

Als Vorsitzende der GL steht mit der langjährigen Partnerin Michèle Mégroz erstmals eine Frau an der Spitze unseres Unternehmens. Zusammen mit Roger Künzli (neu in der GL) sowie dem langjährigen GL-Mitglied Gennaro Castiello übernahm die neue dreiköpfige Geschäftsleitung am 1.7.2017 die Führung der CSP. Der bisherige CEO Rolf Busch hat das Unternehmen nach 18 Jahren auf eigenen Wunsch und in bestem Einvernehmen verlassen. Die Verjüngung der Führungscrew wurde von den CSP Mitarbeitenden sehr positiv aufgenommen. 

Alexander Colombi, Verwaltungsratspräsident meint zur neuen GL: „Mich freut, dass eine erfahrene Partnerin aus der bestehenden Crew das Ruder übernimmt! Vielleicht motivieren wir damit weitere Beraterinnen für unsere spannende Arbeit?!“.  

CSP Seminar: Gemeinsam die Zukunft entwerfen

Alljährlich treffen sich alle Mitarbeitenden der CSP zu einem dreitägigen Seminar, um Ideen für die Zukunft zu entwerfen und Erfahrungen und Wissen miteinander auszutauschen. Diesmal durften wir das CSP-Seminar im stilvollen Ambiente des Hotels Sternen in Muri erleben. Im Grossgruppenworkshop arbeiteten wir an zukünftigen Leistungen und Produkten und machten uns strategische Gedanken zur Zukunft der CSP. Auch der gemütliche Teil kam nicht zu kurz. So wurden bei gemeinsamen Essen und kulturellen Aktivitäten unser Teamgeist gepflegt und spannende Ideen für unsere Kunden entwickelt.

Sie dürfen gespannt auf die Umsetzung sein! 

Unsere Mitarbeitenden

Herzlich Willkommen

Yves Schlunegger

Senior Berater / Projektleiter

Sabrina Schneider 

Beraterin / Projektleiterin