CSPnews Frühling 2017

EDITORIAL

Und täglich grüsst das Murmeltier oder treffender: Und täglich nervt die Digitalisierung

Liebe Leserinnen und Leser

Digitalisierung im Gesundheitswesen, in öffentlichen Verwaltungen, in Banken bis zur Digitalisierung des heimischen Badezimmers - es scheint, als kenne die Welt kein anderes Thema mehr. Manch einer kann dieses Wort nicht mehr hören. Vielleicht macht sich auch schon teilweise eine gewisse Digitalisierungsmüdigkeit breit.

Und doch möchte ich dieses Thema hier ansprechen. Denn Fact ist: Um wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben, führt kein Weg daran vorbei. Das macht manchen Leuten Angst, überfordert andere und einige inspiriert es zu tollen Ideen, wie das folgende Beispiel zeigt.

Gestartet als Initiative „IT St.Gallen rockt!“, um etwas gegen den ICT-Fachkräftemangel in der Region St.Gallen-Bodensee zu unternehmen, startet der Verein IT St.Gallen nun die nächste Stufe: Das Nutzen und Bündeln der Stärken ihrer Mitglieder in der Digitalisierung von Unternehmen. Dazu gehören viele Massnahmen, die weit über die Rekrutierung von Fachkräften hinausgehen. Sowohl Unternehmen, Bildungsinstitute als auch die öffentliche Hand haben sehr positive Signale gesendet, dieses Unterfangen verstärkt zu unterstützen.

Die Ostschweiz soll Europas führender Cluster für die Digitalisierung von Unternehmen werden. Wenn alle diese Kräfte gebündelt werden, kann «digital b2b» zum Nachfolger der Textilindustrie in der Ostschweiz werden.  

Die CSP ist stolz, als 50. Mitglied Teil dieser Initiative zu sein und unsere Erfahrungen im Bereich der Digitalisierung miteinfliessen zu lassen. Denn ein erfolgreicher Cluster zieht Seinesgleichen an: Unternehmer und Unternehmen, Fachkräfte und Auszubildende, Forscher und Lehrer. Daraus entstehen Innovationen, Produkte und Dienstleistungen, Wissen und Erfahrungen, die unsere Beratungskompetenzen im Bereich der Digitalisierung erweitern und von denen unsere Kunden schweizweit profitieren.  

Beste Grüsse

Ihr Gennaro Castiello, Mitglied der Geschäftsleitung 

PROJEKTE

Strategische Weichenstellung für ein unsicheres Marktumfeld

Die Technischen Betriebe der Gemeinde Uzwil (TBU) sind verantwortlich für den reibungslosen und effizienten Betrieb der Erdgas- und Wasserversorgung in der Gemeinde Uzwil. Insbesondere im Erdgassektor stehen wichtige strategische Entscheide an, welche die strategische Ausrichtung der TBU beeinflussen werden. Diese Ausgangslage wollte man nutzen, um die bestehende Unternehmensstrategie mit der Unterstützung der CSP zu überprüfen und bei Bedarf zu überarbeiten.

Die Strategie wurde auf der Basis des erprobten Strategie-Modells der CSP erarbeitet. Ziel dieser Methodik ist es, sämtliche Einflussbereiche für die Organisation aufzunehmen und die zukünftigen Entwicklungen und Veränderungen des Umfelds in Varianten darzustellen, damit eine umfassende Strategie mit hoher Akzeptanz erarbeitet werden kann.

Das Vorgehen gestaltete sich in 3 Phasen: Im Rahmen einer Initialisierung wurden alle projektrelevanten Eckpunkte wie Projektplan, Workshop-Planung, Anspruchsgruppen und Lieferobjekte festgelegt. Anschliessend wurde als Grundlage für die Strategie-Erarbeitung eine Bestandsaufnahme und SWOT-Analyse durchgeführt. Dabei wurde insbesondere die Ist-Situation genauer untersucht. Diese Ist-Situation deckte notwendige Handlungsfelder auf und war ein wichtiges Fundament für die Erarbeitung der Strategie. Die dritte Phase umfasste die Erstellung der Unternehmensstrategie im Rahmen von 4 Workshops inkl. der Erarbeitung einer Roadmap als Basis für die kommenden Weiterentwicklungsschritte. 

Wir führten die TBU durch den gesamten Strategieprozess bis hin zur fertigen Unternehmensstrategie. Neben der Strategie resultierte eine Liste mit priorisierten Massnahmen, die für die Strategieumsetzung als wichtig erachtet werden.

Durch das methodische Vorgehen konnte die TBU innert kurzer Zeit ihre bisherige Unternehmensstrategie prüfen und erneuern. Damit ist die Basis geschaffen, um bei den erwarteten Veränderungen im Gas- und Wassermarkt besser reagieren zu können.

Wenn Sie Fragen zu Strategie-Erarbeitungen haben, dann wenden Sie sich an Dominic Loher.    

KIS-Einführung im Kantonsspital Aarau

Ende Juni 2017 wird das KIS-Einführungsprojekt im Kantonsspital Aarau (KSA) und im Spital Zofingen abgeschlossen. Ab diesem Zeitpunkt arbeiten alle Spitalbereiche mit demselben System: Kliniken, therapeutische und beratende Dienste sowie interdisziplinäre und interprofessionelle Teams. Sämtliche ambulante und stationäre Fälle werden im neu eingeführten System disponiert und dokumentiert.

Mit dem Projekt konnten zentrale Unternehmensziele realisiert werden. Durch die für beide Spitalstandorte standardisierte Lösung wird die Patientensicherheit durch verbesserte Übersichtlichkeit der relevanten Patienteninformationen und vorhandene Berichte erhöht. Das neue KIS stellt auch die Basis für das Realisieren zukünftiger Anforderungen und mobiler Arbeitsabläufe dar.

Vor zwei Jahren begann ein 4-köpfiges CSP-Team, das KSA und das Spital Zofingen bei der Einführung des neuen Klinikinformationssystems „KISIM“ zu unterstützen. Die Geschäftsleitung steckte sich das ambitionierte Ziel, die KIS-Einführung bis Mitte 2017 abzuschliessen. Um diesen ambitiösen Zeitplan einhalten zu können, wurde die CSP zur Unterstützung der KSA-Gesamtprojektorganisation in den Rollen Co-Gesamtprojektleitung und Teilprojektleitungen beigezogen. Eine Erfolgsgeschichte nahm ihren Lauf.

CSP-Mitarbeitende führten das System in der Klinik für Kinder und Jugendliche, im Neurozentrum, in den medizinischen Ambulatorien sowie allen therapeutischen und beratenden Diensten ein. Die Herausforderungen lagen im knappen Zeitplan und im Umgang mit den zahlreichen Anforderungen und Wünschen, die es zu prüfen und zu priorisieren galt. Mit konsequentem Anforderungsmanagement seitens der Projektleitung wurden in konstruktiven Besprechungen mit den Benutzern standardisierte Lösungen erarbeitet. Die CSP durfte das System auch in einigen spezialisierten Abläufen, wie etwa den Tumorboards, einführen. Im Bereich der Pflege führten wir den aktuellen LEP-Pflegeprozess inkl. Leistungsausleitung ein. In der Physiotherapie konnte mit der automatischen Leistungsgenerierung ebenfalls ein Effizienzgewinn erreicht werden.

Wir bedanken uns für die engagierte Zusammenarbeit mit dem Projektteam und der Informatikleitung des KSA.

Wenn Sie Fragen zu KIS-Einführungen haben, dann wenden Sie sich an Thomas Städler.   

Stabiles Release-Management im agilen Umfeld

Ein IT-Dienstleister wollte mit Unterstützung der CSP das Release-Management professionalisieren. Ziel war die Entwicklung und Konzeption eines Release-Managements, das sowohl Anforderungen an Agilität als auch Stabilität erfüllt. Die Ausgangslage war geprägt durch uneinheitliche Lieferzyklen, unterschiedliche Vorgehensweisen, Begriffe und Vorlagen sowie dezentrale Kommunikation gegenüber Kunden. Die festgelegten Rollen wurden bedingt gelebt.

Gemeinsam mit dem Release-Manager wurde das Release-Management neu konzipiert und mit Schlüsselpersonen besprochen. Die Geschäftsleitung stellte einige klare Anforderungen. Geregelt wurden:

1. Release-Planung auf drei Ebenen 

  • 3-5-Jahresplanung für Planung und Budgetierung auf Stufe der Geschäftsleitung und der Aufsichtsgremien
  • 12-18-Monatsplanung der Major Releases für grobe Anforderungen 
  • Einzel-Release-Planung für den kommenden Release

2. Releasetakte und –arten 

  • Einführung eines 6-wöchigen Synchronisations-Lieferzyklus für alle Lieferanten  
  • Definition von zwei Typen von Releases: Major und Minor 
  • Produktivsetzung: 3-4 x pro Jahr bei Major Releases, um die Kundenressourcen zu schonen sowie einen stabilen Betrieb sicherzustellen. Dank der 6-Wochen-Zyklen ist man vorbereitet, bei Kundenwunsch künftig in höherer Kadenz produktiv zu gehen. Zudem gibt es für Kleinstkorrekturen wöchentliche Fenster. 

3. Release-Nummerierung  

  • Einführung einer Nummerierung der Major- und Minor-Releases. Diese wird gegenüber dem Kunden für die Kommunikation verwendet und bündelt die einzelnen Anwendungs-Releases.  

4. Prozesse, Rollen & AKV (Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten)

  • Einführung von Prozessen und zwei expliziten Rollen für das Release-Management.  

5. KPI (Key Performance Indikatoren) 

  • Definition und Einführung von KPI zum Release-Management, die zum Ziel haben, die Qualität und Liefertreue zu messen.  

Die CSP war Sparringpartner, Inputlieferant und Verfasser der diversen Dokumente. Wir brachten Denkanstösse und kritische Fragen aus eigener Erfahrung mit ein und trugen zu einem Ergebnis bei, das vom Kunden getragen und nicht als „von extern entwickelt“ empfunden wurde. 

Obwohl Lieferanten, Kunden und IT-Dienstleister unterschiedliche Bedürfnisse und Ziele haben, vereint das Konzept Agilität und Stabilität im neuen Release-Management, mit dem der Kunde für die Zukunft gut gerüstet ist.

Wünschen auch Sie sich Unterstützung im Bereich Release-Management? Daniela Zbinden berät Sie gerne zu diesen Themen.  

Gibt es das optimale PPM-Tool?

Projektportfolio-Management (PPM), das heisst Übersichten zu Vorhaben erstellen, Statusinformationen sammeln, das Projektportfolio ständig auswerten, gegenüber der Geschäftsleitung die optimale Portfoliogestaltung aufzeigen und die Risiken, welche ein gegebenenfalls überladenes Projektportfolio in sich birgt, zu vermindern. Angesichts der vielen Daten, die für die Zwecke des PPM nötig sind, liegt der Einsatz eines umfassenden PPM-Tools nahe. Doch können die hohen Kosten eines PPM-Tools auch tatsächlich gerechtfertigt werden? Wann macht die Beschaffung eines PPM-Tools tatsächlich Sinn? 

Der PPM-Praxistest:

Um Antworten auf diese Fragen bieten zu können, hat die CSP im November 2016 den bereits dritten PPM-Praxistest durchgeführt. In diesem intensiven Evaluations-Setting werden im Schweizer Markt besonders relevante, umfassende PPM-Tools von verschiedenen Anbietern strukturiert präsentiert. Am Praxistest 2016 wurden 50 Kriterien bewertet. Fokusthema war das „Management Cockpit“, also die von den Tools gebotenen Hilfestellungen für die Geschäftsleitung, den Portfoliomanager oder auch für die Einzelprojektsteuerung.

Ergebnisse aus dem PPM-Praxistest:

Die CSP hat die Tool-Einschätzungen der 75 Teilnehmenden des PPM-Praxistests verglichen und die Ergebnisse im Bericht zum Praxistest zusammengestellt.

Zu jedem der zehn am Praxistest 2016 vorgestellten PPM-Tools bietet der Bericht auf jeweils drei Seiten eine Detailauswertung und ergänzende Interpretationen der CSP.  

Daneben werden im Bericht auch weitergehende Vergleiche angestellt. So hat uns u.a. die Frage interessiert, inwieweit die Tool-Bewertungen von der Branche der Bewertenden abhängen könnte.   

Erkenntnisse aus dem PPM-Praxistest 2016:

Der PPM-Praxistest 2016 hat gezeigt, dass eine ausgereifte Tool-Funktionalität eine wichtige aber aus unserer Sicht bei Weitem nicht hinreichende Basis für einen guten Tool-Entscheid ist. Zentral ist für die erfolgreiche Beschaffung und Einführung eines PPM-Tools das Vertrauen in den Anbieter, ebenso wie die Klarheit über die organisatorischen und operativen Ziele, welche mit dem Tool-Einsatz erreicht werden sollen. 

Wenn Sie Fragen zu PPM haben, dann wenden Sie sich an Lukas Bieri

Interessieren Sie sich für den ausführlichen Bericht zum PPM-Praxistext? Dann bestellen Sie diesen für CHF 98.- (inkl. MWST)

Noch unentschlossen? Hier können Sie in einem kurzen Auszug aus dem Bericht stöbern

INTERNA

Unsere Website erstrahlt in neuem Glanz.

Portable Endgeräte haben in kurzer Zeit die Welt revolutioniert, Gewohnheiten geändert und auch Anforderungen an Websites verändert. Daher haben wir unseren Webauftritt überarbeitet, um dem Responsive Design gerecht zu werden.

Da sie sich bereits auf unserer neuen Website befinden, wünschen wir Ihnen viel Spass beim Erkunden :-).   

Wir wollten es wissen: Ist die CSP ein Great Place to Work©?

Am 04. Mai wurden die Awards in den verschiedenen Kategorien im Kaufleuten in Zürich bei einem Galadinner vergeben und *tusch*:

Die CSP ist der zweitbeste Arbeitgeber der Schweiz in der Kategorie 20-49 Mitarbeitende! Diese hervorragende Leistung ist möglich dank dem Einsatz aller CSP Mitarbeitenden, die unser Unternehmen mitgestalten, prägen und mit Leidenschaft in unseren Kundenprojekten dabei sind. All die tollen Mitarbeitenden und unsere Werte, die wir durchgängig teilen und leben, sind die Basis für den Erfolg unserer Firma. Denn zufriedene, motivierte Mitarbeitende sind die Voraussetzung für begeisterte Kunden. Ein Dank auch an unsere Kunden: denn ohne die vielen spannenden und innovativen Vorhaben mit Ihnen, hätten wir nicht zufriedenste Mitarbeitende.

Die Arbeit der CSP-Mitarbeitenden wird wiederum mit Bestnoten bewertet

Mit einem Mittelwert von 5.5 über alle abgeschlossenen Projekte 2016 erhalten unsere Mitarbeitenden wiederum Bestnoten von unseren Kunden. Wir freuen uns über die äusserst positiven Rückmeldungen  

Zum wiederholten Male ist es uns gelungen, die abgefragten 12 Bereiche mit Bewertungen von „gut“ bis „sehr gut“ zu erfüllen. Als besonders positiv erwähnten unsere Kunden insbesondere das grosse Engagement, die fachliche und persönliche Kompetenz, die Offenheit, die Zuverlässigkeit sowie die Flexibilität der eingesetzten Projektleitenden. Herzlichen Dank an alle Mitarbeitenden der CSP für ihren Einsatz und unseren Kunden für die tolle Zusammenarbeit im vergangenen Jahr! 

Haben Sie Fragen zur Qualitätssicherung in der CSP oder Interesse an einem einfachen und effizienten Qualitätssicherungssystem für Ihr Unternehmen, dann nehmen Sie mit Gennaro Castiello, Mitglied der Geschäftsleitung der CSP, Kontakt auf.  

Agiler CSP Refresher

Agilität in Projekten heisst mehr als Scrum – daher beschäftigte sich die CSP an ihrem diesjährigen Refresher damit, was der Lean Ansatz und Kanban im Projektmanagement bieten können.

In Thalwil, einem Ort mit schönem Blick über den Zürichsee, liess uns Dieter Strasser, Geschäftsführer der Viable Projects GmbH im österreichischen Böheimkirchen, die Wirkung von Kanban im Projektmanagement mittels Rollenspiels hautnah erleben.

So sind wir bestens gerüstet, Kundenprojekte auch mit agilen Methoden in gewohnt hoher Qualität zu führen.   

Unsere Mitarbeitenden

Herzliche Gratulation

Wir gratulieren René Stock herzlich für 5 Jahre tolle Arbeit für die CSP und hoffen auf mindestens 5 weitere mit ihm als wertvollen Mitarbeiter.   

Die CSP gratuliert an dieser Stelle auch gleich mehreren Mitarbeitenden zu erfolgreichen Abschlüssen von Ausbildungen und Zertifizierungen. Davon werden auch unsere Kunden profitieren:

Alexander Colombi: Hermes 5 Advanced

Thomas Manser: Hermes 5 Advanced

René Stock: TOGAF 1 und 2

Adrian Bischof: Certified Senior Project Manager (IPMA Level B)

Thomas Städler: Certified Senior Project Manager (IPMA Level B)