Allgemein | Blog | CSPheartbeat | 24. August 2021

Wie kümmert man sich um die Mitarbeitenden, wenn alle im Homeoffice arbeiten? Wie spürt man die Stimmung im Team per Telefon? Und wer isst nun all die Bonbons am Tresen?

Vor fast zwei Jahren habe ich im Editorial der CSPnews über die vielfältigen Backofficeaufgaben, die wichtige Stellung des «Büros im Hintergrund» als Antenne für die Stimmung im Team, die Aufmunterung der Mitarbeitenden mit kleinen Gesten und insgesamt die Hochhaltung der CSPkultur nachgedacht.

Aber wie schafft man es, diesen wichtigen Aufgaben, während der vom Bundesrat verordneten Homeofficepflicht, gerecht zu werden? Das letzte Jahr war diesbezüglich wohl für alle Firmen eine ungewohnte Herausforderung. Auch dem CSP-Backoffice ist es nicht anders ergangen. Die Boxenstopps am Tresen, um kurz über Belastendes oder Erlebtes zu plaudern und sich mit einem Griff ins Bonbonglas zu belohnen oder zu trösten, fielen von heute auf morgen weg. Der Kontakt mit den Mitarbeitenden fand nur noch telefonisch oder per Videocall statt. Oft war von unserem Backoffice-Team selbst nur eine einzige Person in St. Gallen vor Ort. Jegliche gemeinschaftlichen Aktivitäten blieben aus.

Mitten in dieser Situation haben wir 2021 CSPstars, die geführte Selbstorganisation, eingeführt – ebenfalls ohne physische Treffen. Ausserdem sind in diesem Jahr bereits zehn neue Mitarbeitende zur CSPcrew gestossen. Diese im Team zu integrieren – ohne persönliche Begegnung – war und ist eine grosse Herausforderung. Zum Glück haben wir schon lange jedem neuen Mitarbeitenden ein Götti oder Gotti zugeteilt, die/der die eintretende Person ein Jahr lang begleitet. Zusätzlich wählten alle Mitarbeitenden der CSP einen Mentor innerhalb der Organisation, der für persönliche Anliegen zur Verfügung steht – aber eben auch da ohne physische Treffen. Zweimal in der Woche findet über Teams eine Online-Pause statt, an der alle, die gerade Zeit haben, teilnehmen. Fixe CSP-Termine, wie alle 2-3 Monate eine gemeinsame Sitzung und Weiterbildungen, wurden remote beibehalten, sodass sich bei diesen Anlässen wenigstens alle neuen Mitarbeitenden der ganzen Crew vorstellen konnten.

All diese Massnahmen vermögen den fehlenden persönlichen Kontakt nicht zu ersetzen, aber immerhin ein wenig abzufedern.

In dieser Zeit ohne physische Treffen war es enorm wichtig, dass das Backoffice der CSP trotz allem die Ohren offengehalten hat und sich halt am Telefon die Zeit für die Sorgen der Mitarbeitenden genommen hat. Nette, aufmunternde Chatnachrichten oder Mails anstatt Lieblingssüssigkeiten im Postfach. Die Weihnachts-, Geburtstags- und Treuegeschenke, Glückwünsche für erlangte Zertifizierungen oder Osternestli schickten wir den CSPlerinnen und CSPlern ganz einfach nach Hause. Irgendwie gehts auch so.

Doch ist das genug? Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass man so den persönlichen physischen Kontakt ersetzen kann. Das kann man wirklich nicht. Wir haben das eindrücklich am «eigenen Leib» erfahren, als wir uns anfangs Juni alle nach so langer Zeit zum ersten gemeinsamen Weiterbildungstag seit Monaten getroffen haben. Es war der Hammer, die Wiedersehensfreude gross und man hat gemerkt, wie sehr das physische Zusammensein gefehlt hat. Was ich aber wirklich erstaunlich fand: nach kurzem Beschnuppern war der CSPheartbeat sofort wieder spürbar – bei allen!

Es tut gut zu wissen, dass die CSPkultur, wenn sich alle bemühen und parat sind, auch unter erschwerten Umständen erhalten bleibt und gelebt wird! Und dass ich, da der Alltag im Büro langsam wieder zurückkehrt, nicht alle Süssigkeiten aus unserem Bonbonglas alleine essen muss.