Die WOLEG Wohnen – Lernen in Gemeinschaften ist eine sozialpädagogische Institution im bernischen Oberaargau mit Standorten in Roggwil und Herzogenbuchsee. Gemeinschaft ist dabei mehr als ein Konzept, sie ist gelebte Praxis. In Sonderschule, betreutem Wohnen und Arbeitsintegration entsteht ein Lebens-, Lern- und Entwicklungsraum, in dem Kinder und Jugendliche Schule und Alltag als zusammenhängend erleben und zu gestärkten, verantwortungsbewussten Persönlichkeiten heranwachsen. Mitarbeitende gestalten diesen Weg mit Herz, Kompetenz und Präsenz.
Aus dieser Haltung heraus trafen die beiden Institutionsleiterinnen den bewussten Entscheid, die Organisation der WOLEG in Richtung Selbstorganisation weiterzuentwickeln. Die CSP unterstützte sie dabei mit Erfahrung, methodischer Expertise und einer achtsamen Begleitung des Prozesses. Der Verwaltungsrat hat diesen Weg mit Interesse und Wertschätzung unterstützt und damit zusätzlich gestärkt.
Im Zentrum stand die gemeinsame Klärung dessen, wofür die WOLEG steht. Die Vision wurde geschärft und mit Leben gefüllt: ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche ihr Potenzial entfalten können, getragen von Sicherheit, Beziehung und Entwicklung. Daraus entstand ein klarer Orientierungsrahmen, basierend auf WHY, HOW und WHAT (Golden Circle nach Simon Sinek). Im Kern geht es um tragfähige Beziehungen, gelebte Präsenz und gemeinsame Verantwortung, fundiert in einer traumapädagogischen Grundhaltung.
Auf dieser Basis wurden die Strukturen weiterentwickelt. Selbstorganisierte Teams, sogenannte Circles, verantworten die direkte Arbeit, während Units den Austausch fördern und übergreifende Themen weiterentwickeln. Klare, flexibel gestaltbare Rollen schaffen Orientierung und ermöglichen gleichzeitig Gestaltungsspielraum. Der Prozess war partizipativ, praxisnah und lebendig, unter anderem unterstützt durch Lego® Serious Play®.
Die Wirkung ist spürbar:
„Ich gestalte mit, statt nur auszuführen.“
„Ich kann wirklich etwas bewirken.“
„Das gibt Sicherheit, wir wissen, wohin wir wollen.“
Heute zeigt sich eine Organisation, die von Vertrauen, offenem Dialog und geteilter Verantwortung getragen wird. Bestehende Stärken wurden bewusst weiterentwickelt und entfalten ihre Wirkung sowohl in der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen als auch in der Zusammenarbeit im Team.
Gleichzeitig stärkt diese Form der Zusammenarbeit die Organisation insgesamt: Entscheidungswege werden klarer und schneller, Verantwortlichkeiten sind transparenter, und die WOLEG gewinnt an Anpassungsfähigkeit sowie Zukunftsfähigkeit in einem sich wandelnden Umfeld.
Gleichzeitig bleibt der Weg in Bewegung. Selbstorganisation ist kein Endzustand, sondern ein gemeinsamer Lern- und Entwicklungsprozess, der Klarheit, Reflexion und Offenheit braucht.
Die WOLEG zeigt eindrücklich, wie soziale Organisationen aus ihrer eigenen Haltung heraus neue Formen der Zusammenarbeit gestalten können und macht Mut, sich auf diesen Weg einzulassen.
Interessieren auch Sie sich für eine Neuausrichtung Ihrer Organisation? Dann nehmen Sie mit Camille Fuchs Kontakt auf.
„Die CSP hat uns rasch überzeugt: durch ihr Zuhören, ihr Verständnis für unsere Situation und Vision sowie durch die achtsame und praxisnahe Begleitung. Heute erleben wir mehr Klarheit, Beteiligung und gemeinsame Verantwortung im Alltag. Dafür sind wir der CSP und insbesondere Camille Fuchs sehr dankbar.“
Priska Grütter und Jeannine Grütter, Institutionsleitung WOLEG