Allgemein | 3. Dezember 2020

Arbeitsvertrag in der Beratung selbstbewusst unterschrieben, die Tage bis zum neuen Job gezählt aber die innere selbstkritische Stimme immer lauter: Bin ich dem Job gewachsen? Was, wenn ich den Anforderungen nicht gerecht werde? Praktisch nur Männer im Team – das muss ja einen Grund haben…

Wie in anderen Beratungsunternehmen auch, machen die Frauen bei uns in der CSP einen Bruchteil des Teams aus. Schade, denn Frauen leisten einen wesentlichen Beitrag zum Unternehmenserfolg und verändern die Teamdynamik positiv. Als Beraterin kann Frau ihr volles Potential ausschöpfen, nicht nur im Beruf, sondern auch privat.

Die niedrige Frauenquote zeigt sich schon im Bewerbungsprozess. Nur rund 35 % aller Bewerbungen sind von Frauen. Auch ich musste mich für eine Bewerbung bei der CSP überwinden. Bin ich dem Job gewachsen? Bringe ich das mit, was die CSP, was eine Beraterin braucht? Erfahrungsgemäss zeigen Frauen dieses selbstkritische Denken viel öfters als Männer. Männer scheinen selbstbewusster und gehen viel unbesorgter an berufliche Herausforderungen heran.

Nach kurzer Überlegung traf ich den Entscheid, mich nicht von dieser männerdominierten Branche einschüchtern zu lassen und unterschrieb den Vertrag bei der CSP. Auch wenn der Alltag vor allem in der Anfangszeit von viel Unsicherheit und unbekannten Herausforderungen geprägt ist, bin ich mehr und mehr der Überzeugung, dass ich den richtigen Entscheid gefällt habe.

Selbstreflektion als wertvolles Gut

Es geht im Beruf als Beraterin darum, den Kunden einen Mehrwert zu verschaffen. Dies erreichen wir durch Kreativität, innovative Ansätze, «Out of the Box»-Denken, Kommunikationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen und Diplomatie. Mit diesen Eigenschaften gelingt es Frau, sich in die Aufgabenstellungen und Herausforderungen unserer Kunden einzuarbeiten und gemeinsam mit ihnen die besten Lösungen zu erarbeiten.

Selbstkritisches, oder positiver genannt selbstreflektierendes Verhalten, das ich des Öfteren bei Frauen beobachte, ist eine für die Beratung sehr wertvolle Eigenschaft. Denn nur durch Selbstreflektion können wir herausfordernde Situationen aufarbeiten, die gut-funktionierenden Strategien wiederverwenden und die schlechteren fallen lassen. Selbstreflektion macht uns und die Beziehung zu unserer Kundschaft sowie das Verständnis für die Aufgaben von Tag zu Tag besser, treibt uns an und macht uns kompetenter in unserem Beruf. In der Beratung geht es nicht darum perfekt zu sein – viel wichtiger ist vorausschauendes, lösungsorientiertes Denken, um auch mal den Weg weisen zu können. Lösungsorientiertes, vorausschauendes Denken, mit dem wir es schaffen, die 1000 Ballone, die frei in der Luft schweben, zusammenzupacken und auf den Boden zu bringen.

Nicht nur die Beratungsbranche kann von uns Frauen profitieren…

… auch wir Frauen profitieren vom Beraterinnen-sein. In der Beratung gibt es keine Entweder-oder-Wahl, wenn es um die Familienplanung geht. Aufgrund des auftrags- und projektorientierten Arbeitens ist ein flexibles Aus- und Wiedereinsteigen möglich. Sind die Kinder erst mal da, haben wir Berater*innen einen grossen Einfluss auf die Struktur der Zusammenarbeit und Planung von Meetings mit den Kunden. Merken wir, dass die Familie mehr oder weniger Zeit als geplant in Anspruch nimmt, können wir direkt auf unsere Auslastung Einfluss nehmen, in dem wir in mehr oder weniger Projekte involviert werden.

Natürlich steht diese Flexibilität nicht nur Müttern, sondern allen Mitarbeiter*innen zu, die direkten Einfluss auf Ihre Work-Life Balance nehmen wollen.